Die Therme und ihre Geschichte


Zuerst schätzten die Römer die wohltuenden therapeutischen Wirkungen der Thermen, die Bäder waren schon zu Zeiten des Plinio il Vecchio (der Ältere) bekannt. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden sie von Persönlichkeiten wie Cassiodoro (IV d.C.), Carlo Magno (775), Leonardo Da Vinci (1493) oder Garibaldi (1859) frequentiert. Viele Bereiche der "Bagni Vecchi" tragen heute auch deren Namen.

Im Jahre 1493 schrieb Leonardo da Vinci: "An der Spitze des Veltlins ist Burmi. In Burmi sind die Bäder". Nicht nur Leonardo, auch Ludwig "il Moro", der einstige Regent von Mailand, genoss die heißen Quellen und deren Wirkung, und zwar Anno 1496 . Der Fund eines Pre-Romanischen Votivgrabmales, welches aus dem vierten Jahrhundert vor Christi stammt, bezeugt die mehr als zweitausendjährige Geschichte der Therme von Bormio.

Die heilende Wirkung der neun Quellen, die den Räthischen Alpen entspringen, wurde schon in diesen längst vergangenen Zeiten empfohlen: in der "Naturalis Historia" ("Naturgeschichte") des Plinio il Vecchio (der Ältere) aus dem 1. Jahrhundert, und in einer Schrift des Cassiodoro aus dem 4. Jahrhundert wird das Vorhandensein eines "Hospitium balneorum" zitiert, dessen Quellen beste Behandlungen gegen diverse Beschwerden bieten.

Zwischen 1820 und 1825 ließ Kaiser Franz der I. von Österreich-Ungarn die Stilfserjoch- Passstraße erbauen, um eine bessere Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Alpen herzustellen, und damit auch die Therme Bormio besser erreichbar zu machen. Es dauerte jedoch bis August 1913, um die Thermalbäder auch wirtschaftlich zu nützen. Es wurde ein Komitee gegründet, welches die Bewerbung der Therme übernahm. Von einem internationalen Klientel geschätzt, sind die Thermalzentren von Bormio heute ein beliebtes Ziel.

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