Pedemontana della Reit
Start: Bormio (1.222 m) – Hauptplatz Kuerc
Beste Jahreszeit: März bis Oktober
Höhendifferenz: 300 Meter
Dauer: 2,5 – 3 Stunden
Der Wanderweg der Pedemontana, im Wald oberhalb von Bormio am Fuß der steilen Kalkberge gelegen, wurde im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) für militärischen Zwecke angelegt. Heute ist er ein sehr beliebter und für alle leicht begehbarer Wanderweg. Durch die exponierte und windgeschützte Südlage kann man hier praktisch das ganze Jahr hindurch wandern.
Routenbeschreibung:
Diese Route startet von Bormios Hauptplatz, der Piazza del Kuerc, dessen Name ("Kuerc" bedeutet Deckel) von der Form des Daches hergeleitet wurde, welches das vor dem mittelalterlichen Glockenturm (Torre delle Ore) gelegene Gebäude ziert. Vom Hauptplatz aus geht es in die Via della Vittoria und anschließend gleich rechts in die Via del Buon Consiglio. Das am Ende der Strasse gelegene Gebäude ist der Palazzo de Simoni, Sitz des Rathauses und des Museums von Bormio
Weiter geht es durch die Via San Francesco bis zur Kreuzung mit der Via Monte Braulio, von hier nach rechts in leichtem Anstieg bis zur Kreuzung mit der steilen Via Rovinaccia. Nun geht man rechts hinauf bis zur Via Sertorelli, leicht ansteigend und mit einigen Kehren, durch ein ruhiges Wohnviertel mit Aussicht auf das Tal von Bormio. Den Schildern folgend kommt man zum Giardino Botanico "Rezia" (Botanischer Garten). Der Botanische Garten ist im Sommer durchgehend, im Winter auf Anfrage geöffnet. Die städtische Buslinie fährt außerdem bis dorthin.
Links vom Eingang des Gartens befinden sich Karten der Wanderwege. Der Beschilderung nach Pravasivo folgend (Wanderweg Nr. 32-33) geht man links zwischen dem Zaun des Botanischen Gartens und dem Fluß Valle di Campello hinauf. Nach ca. 50 Metern führt - hinter einigen Stufen - ein Fußweg durch einen Pinienwald bis zum breiteren Hauptweg der Pedemontana, welcher aus der Gegend der Bagni Vecchi hierher führt. Auf dem Hauptweg geht es auf gleicher Höhe und anschließend leicht ansteigend nach rechts durch einen Lärchenwald. Am Rand der Strasse kann man im Sommer etliche Walderdbeeren sammeln. Der Wald, der im Herbst seine schönsten Farben zeigt, ist vermutlich angelegt worden, denn Lärchenwälder wurden früher oftmals weitläufig angelegt, um einerseits Holzwirtschaft zu betreiben und andererseits die Almwiesen für Viehwirtschaft nutzen zu können.
An verschiedenen Abzweigungen vorbei (der nach "Gesa Rota" führt z. B. direkt zurück nach Bormio) geht es geradeaus in Richtung Pramezzano bis zur Lichtung "Pian de la Reit" (1.520 m), auf der sich sicherlich eine Pause lohnt. Der Weg steigt weiter, ungefähr auf den nächsten 150 - 300 Metern, und wartet dann auf gleicher Höhe weiterführend mit immer wieder überraschenden Aussichten auf die umliegenden Berge der "Magnifica Terra" auf; unter anderem auf den im Süd-Westen herausragenden Cima Piazzi mit seinen gletscherbedeckten Wänden. Vorbei an einem Holzkruzifix beginnt deutlich der Abstieg.
An einer Kreuzung geht es rechts Richtung Uzza. Von hier geht es bis zu den Hütten von Pramezzano (1.429 m). Dem Schild nach Bormio folgend geht es geradeaus über wunderschöne Wiesen, dann hinab auf einem kleinen Weg durch Pinienwälder. Wo der kleine Fußweg auf einen breiteren Hauptweg trifft, befinden sich die Ruinen des alten Schlosses von S. Pietro (Gesa Rota), welche in dominierender Position über dem historischen Stadtkern von Bormio emporragen. Nach einem kurzen Blick auf die alten Gemäuer, geht es wieder bergab zur via Buon Consiglio und dann links zum Hauptplatz "Kuerc".
   
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